Tageseltern sein: nur ein bisschen «Kinder hüten»?

Manchmal werde ich belächelt, wenn ich erzähle, dass ich für die Chenderhand arbeite und was wir anbieten. «Aha, Kinder hüten». Wenn die Kinder nicht die Kita oder die Schultagesstrukturen besuchen, ist alles andere einfach «nur Kinder hüten»? Nein, nicht ganz. Es ist bei Weitem mehr und reichhaltiger.


Unsere Tageseltern haben die Bereitschaft, ihre Türe für Tageskinder und deren Eltern weit zu öffnen und sie teilhaben zu lassen an ihrem Familienleben. Wir nennen das Beziehungsarbeit. Für die Tageskinder eine zusätzliche Familie zu sein, zu einem Fixpunkt im Alltag zu werden, zusammenzuwachsen, gemeinsam zu lernen, lachen und leben. Eine echte Aufgabe.


Unsere Tageseltern, in unserem Fall sind es meistens die Tagesmütter, absolvieren eine Grundausbildung unseres Dachverbandes kibesuisse. Mit den Lerninhalten von Kommunikation bis zu Pädagogik und Entwicklungspsychologie werden den zukünftigen Tageseltern die geeigneten Werkzeuge für den Betreuungsalltag mitgegeben. Ebenso muss ein Notfallkurs für Kleinkinder besucht und regelmässig aufgefrischt werden. Nach Abschluss der Grundausbildung verpflichten sich die Tageseltern, jährlich mindestens 6 Weiterbildungsstunden vorzuweisen. Die Weiterbildung organisiert die Chenderhand in Eigenregie. Wir legen viel Wert darauf, dass in unserem Weiterbildungsprogramm alle Themen des Betreuungsalltages abgedeckt sind. Übrigens: unser Weiterbildungsprogramm steht allen Vereinsmitgliedern offen.

Wir als Chenderhand sind Arbeitgeber von rund 45 Tageseltern und somit verantwortlich, dass diese gut ausgebildet und kompetent sind. Wir sind glücklich und stolz, dass wir sehr engagierte Betreuungspersonen im Chenderhand-Team haben. Das gleiche gilt auch für unsere Betreuungspersonen für die Kinderbetreuung zu Hause. Dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten.

Also, draneblibe!


Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit!


Jolanda Stadelmann




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